Ich habe mich in den letzten Tagen wieder einmal intensiver mit der Entwicklung unserer Branche beschäftigt. Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr komme ich zu einem Gedanken zurück, den ich eigentlich schon vor Jahrzehnten gelernt habe: Ein Business lebt von seinen Kunden.
Als ich damals meine Organisation aufgebaut habe, war es für mich selbstverständlich, dass wir zuerst Menschen als Kunden gewinnen mussten. Sie sollten die Produkte kennenlernen, sie verwenden, zufrieden damit sein und wiederkommen. Daraus entstanden Empfehlungen, neue Kunden und irgendwann auch Menschen, die sagten: „Das könnte ich mir auch als Business vorstellen.“
Das war für mich die natürliche Reihenfolge.
Was sich inzwischen verändert hat
Heute sehe ich vieles, was mich nachdenklich macht. Es geht sehr stark um Reichweite, Leads und darum, möglichst schnell neue Businesspartner zu gewinnen. Die Zahl der Kontakte scheint manchmal wichtiger geworden zu sein als die Frage, ob daraus tatsächlich Kundenbeziehungen entstehen.
Ich möchte damit keine einzelne Firma kritisieren. Ich stelle nur fest, was ich in den letzten Jahren beobachte.
Und dann frage ich mich schon manchmal: Was ist eigentlich aus dem Kunden geworden?
Denn ein Businesspartner ist noch lange kein Kunde. Und ein Kunde ist noch lange kein Businesspartner. Beides hat seinen Platz – aber ich glaube, dass die Reihenfolge wieder etwas mehr Beachtung verdient.
Gerade die Generation 50+ gibt mir zu denken
Wenn ich heute durch die Straßen gehe, sehe ich viele Menschen, die mit ihrem Gewicht, ihrer Fitness oder ihrem allgemeinen Wohlbefinden zu kämpfen haben. Das beschäftigt mich, weil wir gleichzeitig immer älter werden.
Aber älter zu werden und gesund und vital älter zu werden, sind zwei verschiedene Dinge.
Niemand kann uns garantieren, dass wir bis ins hohe Alter gesund bleiben. Aber wir können selbst einiges dafür tun. Bewegung, vernünftige Ernährung, Fitness und ein bewusster Umgang mit dem eigenen Körper gehören für mich dazu.
Ich sehe darin keine Modeerscheinung und auch kein Thema, das nur für ältere Menschen interessant ist. Wir alle sollten uns irgendwann fragen, wie wir die Jahre unseres Lebens erleben möchten.
Vielleicht beginnt ein modernes Business genau dort
Deshalb gefällt mir der Gedanke, zunächst wieder stärker vom Menschen und vom Kunden auszugehen.
Jemand interessiert sich für seine eigene Lebensqualität. Er informiert sich, probiert etwas aus, wird vielleicht Kunde und macht seine eigenen Erfahrungen. Vielleicht bleibt er Kunde. Vielleicht empfiehlt er etwas weiter.
Und vielleicht kommt irgendwann von ihm selbst die Frage: „Kann ich daraus auch ein Business machen?“
Dann ist der richtige Zeitpunkt gekommen, darüber zu sprechen.
Nicht vorher.
Meine Erfahrung nach mehr als 50 Jahren
Ich habe in meinem Berufsleben viele Entwicklungen erlebt. Manche Dinge haben sich verändert, andere sind erstaunlich gleich geblieben.
Eines davon ist für mich die Erkenntnis, dass man ein langfristiges Business nicht allein mit Reichweite und neuen Namen aufbaut.
Man braucht Menschen, die Vertrauen haben. Kunden, die wirklich Kunden sind. Menschen, die Verantwortung übernehmen. Und Führungspersönlichkeiten, die nicht nur anderen erklären, was sie tun sollen, sondern selbst wissen, wovon sie sprechen.
Vielleicht sollten wir deshalb wieder etwas mehr über den Kunden sprechen.
Nicht weil Businesspartner unwichtig sind. Sondern weil ein gutes Business eine gesunde Grundlage braucht.
Und genau diese Gedanken möchte ich in nächster Zeit hier immer wieder mit Euch teilen – aus meiner persönlichen Erfahrung und ohne jemanden zu etwas überreden zu wollen.
Für ein vertauliches Gespräch können sie sich hier anmelden: https://agentur-twc.eu/dein-naechster-schritt-ist-der-anfang-einer-gemeinsamen-reise/
Aus der Praxis. Für die Praxis.
Joseph Hödl
akad. Werbe- & Marketingkaufmann
Mehr als fünf Jahrzehnte praktische Erfahrung.